Freiwillige Feuerwehr Horhausen

- Technischer Zug -

Chronik der Feuerwehr Horhausen, 1929 - heute:

photo:fwhorhausen_1979 Nach bisher vorliegenden Aufzeichnungen wurde die Feuerwehr Horhausen am 01.11.1929 als Löschzug 3 für den Ortspolizeibezirk Flammersfeld gegründet. Anwesend war zu diesem Anlass Herr Textor, als Vorsitzender des Verbandes der freiwilligen Feuerwehren des Kreises Altenkirchen. 30 Männer traten damals in die Wehr ein und der Bergmann Paul Pees wurde zum ersten Brandmeister gewählt. Zu seinem Stellvertreter ernannte man Josef Kirschbaum. Die erste Ausrüstung bestand aus einer Handdruckspritze sowie 70 mtr. C Schlauch. Alarmiert wurde durch Hornsignale (Hornist Heinrich Schäfer), oder durch das Läuten der Kirchenglocken durch den Schuldiener. Die Wehrmänner sammelten sich seinerzeit auf dem Alarmplatz um dann unverzüglich zur Einsatzstelle zu eilen. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten jedoch änderte nach kurzem Bestehen der noch jungen Wehr einiges. Durch gesetzliche Maßnahmen der Reichsregierung wurden die Feuerwehren 1938 aufgelöst. Dem deutschen Feuerwehrverband wurde auf Weisung des Reichsinnenministeriums jede weitere Tätigkeit untersagt. Mit dem Reichsfeuerlöschgesetz von 1938 erhielten die freiwilligen Feuerwehren die Bezeichnung "Feuerlöschhilfspolizei". Auf den blauen Uniformröcken war ab sofort das Hoheitszeichen des Dritten Reichs sowie die Aufschrift Feuerlöschhilfspolizei zu tragen. Alle wehrfähigen Männer wurden durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges dann nach und nach zur Wehrmacht eingezogen. Gründungsschrift 1945 Viele von Ihnen kehrten nicht aus dem Krieg zurück und so kam es zu einem personellen Tiefststand in der Feuerwehr. Erst nach und nach füllten sich die Reihen wieder mit jungen Kameraden. Am 01.11.1945 erfolgte die Neugründung der "Freiwilligen Feuerwehr Horhausen". Die Mitgliederwerbung wurde damals durch den Ortsbürgermeister, Herrn Josef Herrig, im Vorfeld der Gründungsversammlung betrieben. 28 Männer konnte er als aktive Feuerwehrkameraden gewinnen und zum ersten Wehrführer wurde dann Johann Rüth gewählt. Von diesem Zeitpunkt an wurde die Feuerwehr kontinuierlich auf- und ausgebaut. Im Jahre 1958 erfolgte die Übernahme des ersten Tragkraftspritzenfahrzeugs (TSF) auf dem Fahrgestell eines Ford Transit FK 1000. Mit diesem Fahrzeug wurde über viele Jahre zunächst der Brandschutz sowie die Hilfeleistung in und um Horhausen sichergestellt. 1968 wurde die Wehr mit einem zusätzlichen Fahrzeug ausgestattet. Ein Unfallhilfswagen (UHW) wurde an die Horhauser Wehr übergeben und legte den ersten Grundstein zum Aufbau des "Technischen Zuges Horhausen". Zunehmender Verkehr auf Landes- und Bundesstraßen sowie der nahen A3 waren damals mit ein Grund zur Anschaffung dieses Fahrzeugs. 1969 wurde das Gerätehaus durch einen Umbau erweitert und so mehr Platz für Ausrüstung und Gerät geschaffen. Im Jahre 1973 wurde dann das alte TSF von 1958 durch ein Neues ersetzt. Der Fuhrpark bestand jetzt aus 2 "modernen Ford Transit Kastenwagen" sowie einem umgebauten Gruppenkraftwagen (GruKw) der Bereitschaftpolizei. Dieser diente zum Mannschaftstransport sowie um Notstromaggregat oder Lichtmast zu transportieren. Ein Unimog U 1300 L wurde im Zuge einer Bundesbeschaffung 1983 an die Wehr übergeben. Der Ausbau zum Rüstwagen (RW) erfolgte knapp 2 Jahre später durch die Beschaffung von 2 Gerätecontainern zum Aufsetzen auf die Ladefläche. Ein weiteres Highlight war die Übernahme des Vorausrüstwagen (VRW) im Jahre 1987. Hier wurde ein Prototyp der Fa. Disse auf Basis eines VW LT 35 übernommen. Das Fahrzeug ermöglichte durch seine feuerwehrtechnische Beladung zum einen die techn. Hilfe, aber auch Löscheinsätze. Der Aufbau des Gefahrstoffzuges des Landkreises Altenkirchen bescherte der Wehr 1991 zwei weitere Fahrzeuge. photo:fwturm1932 Ein Meßfahrzeug für Gefahrgut (MeF-G) sowie ein Gerätewagen Gefahrgut (GW - G2) wurden aufgrund der Autobahnnähe in Horhausen positioniert. Damit waren die Kapazitäten des vorhandenen Gerätehauses nun endgültig überschritten. Der GWG wurde zunächst in einer Halle des Bohrbetriebes Schäfer untergestellt und bei Bedarf dort besetzt. Ein neues Feuerwehrhaus musste also her. Die Planungen erfolgten zügig und schon bald wurde ein Grundstück zur Errichtung des neuen Hauses gefunden. Die Rodungsarbeiten des Grundstücks erfolgten damals in Eigenleistung durch die Kameraden der Wehr. 1994 wurde das Gebäude errichtet und kurz darauf konnte umgezogen werden. Ein gut durchdachter Neubau bot von da an Platz für Mannschaft und Gerät. Im Gebäude wurden ein Unterrichtsraum, eine Küche, eine Werkstatt, Umkleiden, die Funkeinsatzzentrale sowie die Atemschutzwerkstatt nebst Kompressorraum integriert. Auch die Fahrzeughalle mit 4 Stellplätzen war zunächst groß genug dimensioniert. Das änderte sich im Jahr 2002 mit der Übernahme eines Mannschaftstransportfahrzeugs (MTF). Es wurde schon wieder enger im Gebäude… Von 2002 bis 2013 wurde die Wehr durch viele Neuanschaffungen ausrüstungstechnisch ständig modernisiert und besser ausgestattet. Die Möglichkeiten das Equipment auf den Fahrzeugen zu verlasten erreichten bald Ihre Grenzen. Dadurch wurde im Jahr 2013 die Neubeschaffung eines Rüstwagens auf LKW Basis nötig. Der vorhandene RW auf Unimog Basis wurde durch einen MAN TGM 13.280 abgelöst. Das Fahrzeug versieht aber noch immer seinen Dienst bei der Feuerwehr Flammersfeld.